direkt zum Inhalt springen

direkt zum Hauptnavigationsmenü

Sie sind hier

TU Berlin

Inhalt des Dokuments

Elektromobilität – Forschung zur Einführung innovativer Antriebstechnologien

Mittwoch, 15. September 2010

Lupe

Der weltweit steigende Bedarf des Verkehrssektors an fossilen Energieträgern und der dadurch steigende Treibhauseffekt zwingen zu Antriebstechnologien auf der Basis erneuerbarer Energien. Elektromobilität kann dabei insbesondere im Stadtverkehr der Zukunft eine zentrale Rolle spielen, da sie – im Gegensatz zu anderen Antriebstechnologien – inzwischen so weit entwickelt ist, dass eine breitere Anwendung mittelfristig denkbar erscheint.

Das Institut für Land- und Seeverkehr der Fakultät V der TU Berlin, vertreten durch die Fachgebiete Integrierte Verkehrsplanung sowie Straßenplanung und -betrieb, beschäftigt sich im Rahmen des von der Bundesregierung ausgeschriebenen Förderprogramms „IKT für Elektromobilität“ in Kooperation mit RWE, SAP, der TU Dortmund und Ewald & Günter im Projekt „e-mobility: IKT-basierte Integration der Elektromobilität in die Netzsysteme der Zukunft“ mit der Analyse des Nutzerverhaltens von Elektrofahrzeugen sowie der Raumplanung der hierzu notwendigen regionalen Ladeinfrastruktur.

Das Vorhaben integriert die Bereiche Energie, IKT, Nutzerperspektive und Verkehr auf besondere Weise: es werden eine innovative Lade- und Abrechnungsinfrastruktur, in denen nutzerseitige Bedingungen besondere Berücksichtigung finden, und zugleich die Nutzerakzeptanz ermittelt, die neben der Anpassung der technischen, planerischen und politischen Rahmenbedingungen für die erfolgreiche Etablierung der Elektromobilität von zentraler Bedeutung ist.

Die Analyse des Nutzerverhaltens basiert auf einer zweistufigen qualitativen Befragung von Elektroauto-Fahrern, die in einem Feldversuch mit 100 Elektro-Smarts Mobilitätserfahrungen sammeln. Untersucht wird u. a., wie die Fahrer mit dem Ladeprozess und der beschränkten Reichweite der Fahrzeuge umgehen und wie sich die Nutzung von Elektroautos auf bestehende Mobilitätsmuster auswirkt. Es ist z. B. bekannt, dass viele der bisherigen Elektroautofahrer über Nacht an einer privaten Ladesäule zu Hause laden. Für die Bewohner einer Mietwohnung ist das allerdings keine Option; eine öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur ist somit notwendig. Ausgehend von den spezifischen Bedürfnissen und Präferenzen der Nutzer der Elektrofahrzeuge wird daher ein Konzept für eine passende öffentlich zugängliche Ladeinfrastruktur entworfen; Nutzungskonflikte, wie dies auch bei der Suche nach Stellplätzen für das Car-Sharing der Fall war, sind zu erwarten.

Die Untersuchungsergebnisse fließen in Zukunftszenarien der Elektromobilität 2025 für Berlin sowie in einen mehrschichtigen Infrastrukturplan ein. Dabei werden die Schlussfolgerungen aus den Teilprojekten der beteiligten Partner zur Kommunikationsinfrastruktur und Energietechnik, die Ergebnisse aus der Untersuchung des politischen Genehmigungsverfahrens sowie die verkehrsplanerischen Aspekte berücksichtigt.

Nähere Informationen zur Forschungstätigkeit an der Fakultät V der TU Berlin finden Sie hier.

Zusatzinformationen / Extras

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe