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TU Berlin

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SOS - die TU als einer der 365 Orte im Land der Ideen

Donnerstag, 07. Oktober 2010

Lupe

Die Initiative „365 Orte im Land der Ideen“ unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten ehrt Projekte bzw. Ideen, die sich durch 'besonderen Einfallsreichtum, schöpferische Leidenschaft und visionäres Denken' auszeichnet. Am 8. Oktober 2010 wird das Forschungsprojekt SOS – Seegangsabhängiger Ölskimmer des Forschungsgebietes Meerestechnik im Rahmen einer Festveranstaltung in der ehemaligen Versuchsanstalt für Wasserbau und Schiffbau (VWS) mit dem PreisOrt im Land der Ideen 2010ausgezeichnet.
Im Rahmen des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie mit mehreren Mio. € seit mehr als 6 Jahren geförderten Vorhabens SOS bis SOS3 wird der Seegangsunabhängige Ölskimmer als autonome, schleppergetriebene Einheit untersucht. Während des Einsatzes wird ein auf der Wasseroberfläche befindlicher Ölfilm mit der Hauptströmung entlang der Bugunterseite des SOS bis zu einer Separationsklinge geleitet. Dort wird das Öl-Wasser-Gemisch von der Hauptströmung getrennt und in den sog. Moonpool geleitet. An der Hinterkante des Bugsegments entsteht ein geometrieinduzierter Wirbel, der das Öl zur freien Wasseroberfläche des Moonpools beschleunigt, wo es sich sammelt. Durch Sloshing-Bewegungen - hervorgerufen durch die Bewegungen des Gesamtsystems im Seegang - wird der konzentrierte Ölfilm über die an Vorder- und Hinterseite des Moonpools befindlichen Böschungen in Setztanks befördert, von wo es abgepumpt wird. Durch Kapselung des Moonpools und Druckregulierung lässt sich das Verfahren entscheidend verbessern, da hiermit die Ölsammelvorrichtung hermetisch abgeschlossen ist und der Zustrom des abgeschöpften Öls ohne Böschungsverstellung automatisiert gesteuert werden kann.
Besondere Aufmerksamkeit erzielte diese Entwicklung nach der 'Deepwater Horizon' Katastrophe im Golf von Mexiko, wie die zahlreichen Presseartikel und Fernsehsendungen belegen - und die Industriepartner des Forschungsgebiets - in Kooperation mit ipal - sind in engem Kontakt zu BP und der amerikanischen Regierung. Auch liegt das Projekt bei einem 1-Mio $ - Preisausschreiben für das beste Ölunfallbekämpfungsystem gut im Rennen.

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