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TU Berlin

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Prof. Giemulla und Prof. Hüttig unterstützen die afghanische Regierung beim Aufbau der zivilen staatlichen Luftverkehrsverwaltung

Donnerstag, 10. Februar 2011

Von li. nach re.: Dr. Rachman (Büro Staatspräsident), Prof. Giemulla (TUB), H.E. Dr Daoud Ali Najafi (Minister für Verkehr), Prof. Hüttig (TUB)
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Allen afghanischen Luftverkehrsgesellschaften (vier) sind von der Europäischen Luftsicherheitsbehörde EASA derzeit Flüge in die EU untersagt, da die derzeitige Luftfahrtverwaltung, angesiedelt beim Ministry of Transports and Civil Aviation (MoTCA) nach Experteneinschätzung nicht in der Lage ist, ihrer Aufsichtspflicht zur Sicherstellung eines sicheren Flugbetriebs nachzukommen. Mindeststandards dafür sind von der ICAO (International Civil Aviation Organization), einer Unterorganisation der UN, festgelegte und verbindliche Rahmenrichtlinien.

Prof. Dr. Hamidullah Amin (Kanzler Kabul University) und Prof. Hüttig (TUB)
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Da ein funktionierendes Luftverkehrssystem, insbesondere auch die internationale Anbindung Afghanistans, essentiell für den Aufbau des Landes ist, wurde zusammen mit dem afghanischen Verkehrsministerium und dem Auswärtigen Amt der Bundesrepublik Deutschland ein Projekt vereinbart, das zunächst in einer ersten Phase und in Abstimmung mit der EU im Rahmen einer Auditierung die Schwachstellen bei der Luftfahrtbehörde, bei den afghanischen Luftverkehrsgesellschaften und bei den größten internationalen Flughäfen des Landes (Kabul, Kandahar, Herat) identifizieren soll. Daraus folgend wird ein Corrective Action Plan entwickelt und abgestimmt, dessen sukzessive Implementierung dann möglichst rasch die Wiederaufnahme des Luftverkehrs auch in die EU-Staaten ermöglichen soll.

Die Leitung des Projektes liegt in den Händen von Prof. Giemulla (Honorarprofessor für Luftrecht am Fachgebiet Flugführung und Luftverkehr von Prof. Hüttig). Mittlerweile wurde dazu in Kabul ein Projektbüro im MoTCA eingerichtet. Unterstützt wird das Projekt von zahlreichen Experten u.a. aus dem Luftfahrtbundesamt und erfahrenen Auditoren im Luftfahrtsektor.

Weitergehende Unterstützungsmaßnahmen wie z.B. der Aufbau einer afghanischen Luftfahrtakademie sind in der Diskussion, und es besteht Kontakt zur größten Universität des Landes, der Kabul University, um ggf. dort auch bei der Einrichtung eines Masterstudiengangs Luftfahrt zu unterstützen.

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