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TU Berlin

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Berliner Kompetenzzentrum für Usability Maßnahmen gestartet

Erfassung der Aufmerksamkeitsverteilung mittels „eyetracking glasses“ (SensoMotoric Instruments) bei der Evaluation eines Tablet-PC
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UseTree, das Berliner Kompetenzzentrum für Usability Maßnahmen, hat im Januar dieses Jahres sein Arbeit aufgenommen.  Es wird im Rahmen der Förderinitiative „Einfach intuitiv - Usability für den Mittelstand" durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie  für die nächsten drei Jahre mit insgesamt 1,2 Mio. € gefördert. In UseTree werden Maßnahmen zur Verbesserung der Gebrauchstauglichkeit betrieblicher Anwendungssoftware entwickelt. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf mobile und internet-basierte Applikationen, da sich in diesen Bereichen zukünftig die betriebliche Arbeitsorganisation, die Arbeitsabläufe und die Arbeitsanforderungen grundlegend verändern werden. Ziel des Projektes ist die Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in der Region.

Im Kompetenzzentrum arbeiten die vier Partner Technische Universität Berlin, Universität der Künste Berlin, das Büro für Arbeits- und Organisationspsychologie GmbH sowie die TSB Innovationsagentur Berlin GmbH zusammen. Die Projektleitung obliegt Herrn Prof. Thüring, Fachgebiet Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie, Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaft, aus der Fakultät V.

Die in UseTree durchgeführten Forschungsarbeiten dienen der Entwicklung, Implementierung und Evaluierung eines Wissenstransferkonzepts für Anbieter und Käufer betrieblicher Software. Vor diesem Hintergrund versteht sich das Kompetenzzentrum als Schnittstelle zwischen Software-Entwicklern und Software-Anwendern. Dementsprechend bietet es Wissenstransfer und Unterstützung für beide Gruppen in Berlin und Brandenburg an.

Den Kern des Wissenstransferkonzepts bilden Vorgehensmodelle und Methoden zur nachhaltigen Berücksichtigung von Usability-Kriterien in Entwicklungsprozessen ebenso wie in Beschaffungsprozessen. Die resultierenden Maßnahmen sind in Abhängigkeit von Bedarf und Ressourcen des jeweiligen KMU skalierbar. Dementsprechend ist das Angebotsportfolio des Kompetenzzentrums modular aufgebaut und erlaubt die Selektion und Kombination verschiedenster Vorgehensweisen und Methoden. Dabei deckt es das gesamte Bedarfsspektrum ab und reicht von der Anforderungsanalyse für Käufer und Anbieter bis hin zum Design von Interfaces und Interaktionsformen für Entwickler. Vorgehensmodelle und Methoden werden schon früh in Pilotprojekten eingesetzt, begleitend evaluiert und kontinuierlich optimiert. Die Pilotprojekte unterstützen KMUs beim Aufdecken und Beseitigen von Usability-Problemen, so dass ihre Ergebnisse unmittelbar praktisch umgesetzt und nutzbar gemacht werden können. Bei Bedarf werden die Projekte durch Schulungen flankiert, die es den Unternehmen erlauben, nachhaltig Usability-Kompetenzen aufzubauen und entsprechende Maßnahmen in ihre Geschäftsprozesse zu integrieren.

Zur Umsetzung des Transferkonzepts und zur Erreichung der Zielgruppe wird das Kompetenzzentrum einen Verbund aus KMU, Verbänden, Industrie- und Handelskammern und Handwerkskammern in der Region Berlin Brandenburg aufbauen. Dieser Verbund bildet die Basis für das Marketing und die Öffentlichkeitsarbeit der Initiative. 

Weitere Informationen:

Prof. Dr. Manfred Thüring, Fachgebiet Kognitionspsychologie und Kognitive Ergonomie

 

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