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Fakultät Verkehrs- und MaschinensystemeBest Paper Award „Mensch und Computer 2013“ für Wissenschaftliche Mitarbeiter des IPA

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Best Paper Award „Mensch und Computer 2013“ für Wissenschaftliche Mitarbeiter des IPA

Mensch und Computer 2013; Nils Backhaus, 2. v. r., erhält den Best Paper Award
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Die interdisziplinäre Fachtagung „Mensch und Computer“ ist die größte deutschsprachige Tagung im Bereich der Mensch-Technik-Interaktion und fand in diesem Jahr vom 08. bis 11. September 2013 an der Universität Bremen statt. Die Tagung nahm die zunehmende Vielfalt an Interaktionsformen mit Computertechnologien zum Anlass, um unter dem Motto „Interaktive Vielfalt“ die Entwicklung neuer Interaktionskonzepte vorzustellen und kritisch zu diskutieren. Im Mittelpunkt standen die vielen Möglichkeiten der Anwendungsbereiche und Nutzungskontexte sowie die Diversität der Nutzerinnen und Nutzer. Im Rahmen der Tagung wurden Preise für die besten Konferenzbeiträge verliehen. Den Preis für den besten Beitrag - den Best Paper Award - erhielt der Vortrag „Emotionen und ihre Dynamiken in der Mensch-Technik-Interaktion“ von Nils Backhaus und Stefan Brandenburg vom Fachgebiet „Kognitive Ergonomie und Kognitionspsychologie“ (Prof. Dr. Thüring) des Instituts für Psychologie und Arbeitswissenschaft (IPA) der Fakultät. Die Arbeit aus dem IPA wurde aus etwa 100 eingereichten Beiträgen ausgewählt.

Nils Backhaus und Stefan Brandenburg untersuchten in ihrer Arbeit die Wirkung von Emotionen im Bereich der Interaktion mit intuitiven Bedienelementen, wie z. B. der Spielekonsole Wii oder einem Tablet. Sie fanden heraus, dass diese Interaktionen ein spezifisches emotionales Erleben auslösen können - so sind Menschen je nach Interaktion häufig positiv gestimmt oder zeigen Anzeichen von Frustration und Ärger. Eine weitere Erkenntnis ist, dass diese Emotionen jeweils unterschiedliche Dynamiken aufweisen und nicht gleichmäßig wieder abnehmen. So zeigen sich negative Emotionen wie Ärger oder Frustration gegenüber positiven Emotionen wie Freude als stabiler. Letztere haben somit eine geringere Halbwertszeit. Diese Dynamik wurde bislang noch nicht untersucht, hat aber entscheidende Auswirkungen auf die Interaktion zwischen Mensch und Maschine.

Beide Wissenschaftler arbeiten im Rahmen ihrer Promotionen an der Schnittstelle von Grundlagen (Emotionen) und Anwendung (Bedienung technischer Geräte). Stefan Brandenburg forscht im Bereich Verkehrspsychologie zum Thema „Psychologische Faktoren bei der Geschwindigkeitswahl im Auto“ und befindet sich gerade in der Endphase der Erstellung der Dissertation. Nils Backhaus befasst sich mit emotionalen Aspekten und Vertrauen in der Interaktion mit technischen Systemen. Als Wissenschaftliche Mitarbeiter vermitteln beide das Wissen aus der Forschung in praxisnahen Seminaren an Studierende und betreuen sie bei der Erstellung der Examensarbeiten.

 

 

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