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TU Berlin

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Professor Dr.-Ing. Eberhard Berger verstorben

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Am 15. November 2012 verstarb unser geschätzter Kollege und lieber Freund Professor Dr.-Ing. Eberhard Berger im Alter von 87 Jahren. Er leitete 17 Jahre das Fachgebiet "Strömungslehre" an der TU Berlin.

Von 1948 bis 1957 studierte Herr Prof. Berger "Experimentalphysik" an der Technischen Universität Berlin und schloss das Studium mit dem Grad Diplomingenieur ab. Seine Diplomarbeit fertigte er am Hermann-Föttinger-Institut (HFI) bei Professor Dr.-Ing. Rudolf Wille an, bei dem er anschließend kurzzeitig als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig war.

Darauf wechselte er in gleicher Funktion an das "Institut für Turbulenzforschung" der Deutschen Forschungs- und Versuchsanstalt für Luft- und Raumfahrt (DFVLR), das ebenfalls unter der Leitung von Professor Wille stand.

Im Februar 1963 promovierte Herr Prof. Berger mit dem Thema "Bestimmung der hydrodynamischen Größen einer Kármánschen Wirbelstraße aus Hitzdrahtmessungen bei kleinen Reynoldsschen Zahlen".

Herr Prof. Berger habilitierte sich im September 1971 auf dem Gebiet der Strömungslehre im damaligen Fachbereich 9 der TUB mit dem Thema: "Die Analogie zwischen Wirbel- und Magnetfeldtransport u.a. im Hinblick auf Supraleitung und ideale Flüssigkeiten".

Im Juni 1972 schied er aus der DFVLR aus und nahm den Ruf als Professor für das Fachgebiet "Strömungslehre" an der TU Berlin an.

Durch seine breit angelegten experimentellen Untersuchungen zur Beschreibung von Kármánschen Wirbelstraßen, trug er dazu bei, die hierbei notwendige Hitzdrahtanemometrie theoretisch und praktisch zu einem hohen Standard weiterzuentwickeln. Dadurch ermöglichte er frühzeitig vielen Mitarbeitern aus dem HFI und dem DFVLR, diese wichtige Messtechnik auf dem Gebiet der Turbulenzforschung einzusetzen. Daneben beschäftigte er sich mit Problemen der Magnetohydrodynamik, bot eine Lehrveranstaltung zu diesem Gebiet an und baute die Sachgruppe "Grundlagen" im Sonderforschungsbereich 84 "Magnetohydrodynamik" auf.

Mit Studierenden und Doktorandinnen und Doktoranden untersuchte er Wirbelstrukturen in Nachläufen stumpfer Körper und die Entstehung von Schwingungen infolge von Wirbelablösung sowie ihre Kontrolle. Die Ergebnisse flossen u.a. in seine Vorlesungen "Gebäudeaerodynamik" und "Strömungserregte Schwingungen" ein.

Zu seiner Pensionierung im WS 89/90 erschien eine Festschrift mit 12 Beiträgen in- und ausländischer Kollegen, was seine allseitige Beliebtheit unterstreicht.

Durch seine vielseitige Tätigkeit trug er wesentlich zur fruchtbaren Kooperation von HFI und DFVLR (später DLR) und zur hohen Reputation des HFI bei.

Dafür schulden wir Prof. Eberhard Berger Dank und Anerkennung und wir werden uns gerne an ihn erinnern auch wegen seiner freundlichen und stets hilfsbereiten Art.

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