TU Berlin

Fakultät Verkehrs- und MaschinensystemeDurchstarten im Modul Einführung in die Luft- und Raumfahrttechnik

Inhalt des Dokuments

zur Navigation

Durchstarten im Modul Einführung in die Luft- und Raumfahrttechnik

Studierende im Modul Einführung in die Luft- und Raumfahrttechnik (ELRT)
Lupe

Zum Ende dieses Sommersemesters konnten 74 Studierende ihre im Rahmen des Moduls Einführung in die Luft- und Raumfahrttechnik (ELRT) erstellten Flugobjekte erfolgreich in die Luft befördern. Sieben ferngesteuerte Modellsegelflugzeuge, vier fernsteuerbare Helium-Luftschiffe und vier Miniaturhöhenforschungsraketen wurden zum Abschluss des Semesters geflogen bzw. gestartet.

ELRT bietet den an der Luft- und Raumfahrttechnik interessierten Bachelor-Studierenden im Rahmen von drei Entwurfsprojekten grundlegende Einblicke in alle am Institut für Luft- und Raumfahrt (ILR) vertretenen Fachgebiete. Anhand einer Ringvorlesung der Professoren des ILR und individueller Kleingruppen-Tutorien erarbeiten die Studierenden zunächst einen theoretischen Entwurf von wahlweise einem Segelflugzeug, einem Luftschiff oder einer Forschungsrakete. Bei dem Entwurf geht es einerseits um die Berechnung u.a. aerodynamischer, aerostatischer und flugmechanischer Eigenschaften der Luftfahrzeuge sowie andererseits darum, den Studierenden bereits in der Bachelor-Phase das professionelle Gestalten von eigenständigen Entwurfs-Applets in Excel und Matlab nahe zu bringen. So kann am Ende dieser aktiven Gestaltungsphase ein Entwurf mit spontan geänderten Eingangsparametern quasi auf Knopfdruck neu durchgerechnet und bewertet werden. Dieser – durch Iteration und Optimierung einer Entwurfsaufgabe durchlaufene – Lösungsprozess und die Dokumentation gehören neben den fachlichen Inhalten sozusagen zu den „handwerklichen Grundfertigkeiten“ im Ingenieurberuf. Das Modul ELRT wird daher in besonderem Maß dem Ziel gerecht, Studierende bereits in der Bachelor-Phase für den Ingenieurberuf zu professionalisieren.

Nach der Festlegung von Produktkonzept und Design-Spezifikationen werden die Entwürfe in kleinen Arbeitsgruppen in der zweiten Semesterhälfte in den Werkstätten des ILR individuell in die Praxis umgesetzt. Hier lernen die Studierenden u.a. Fertigungsweisen kennen, wie z.B. das Handlaminierverfahren. Am Ende des theoretischen und praktischen Entwurfs werden die Luftfahrzeuge dann im Rahmen von Flugwettbewerben im Hinblick auf ihre Lufttüchtigkeit und Flugeigenschaften untersucht. Die Aussicht auf „die längste gesegelte Flugstrecke“, „die schnellste Zeit in der Luftschiff-Regatta“ und „die größte gemessene Flughöhe bei den Forschungsraketen“ spornen die Studierenden enorm an, einen Entwurf zu erstellen, der der Aufgabe am besten gerecht wird.

In diesem Sommersemester zeigte beim Segelflugwettbewerb die außergewöhnlich kreative Entenkonfiguration, bei der sich das Höhenleitwerk vor dem Flügel befindet, ein hervorragendes Gleitflugverhalten. Bei den Luftschiffen hat sich ein Entwurf bewährt, der auf Geschwindigkeit anstelle von Wendigkeit setzt. Bei den Raketen konnten die vorab berechneten Aufstiegsbahnen und Flughöhen anhand der gemessenen Flughöhen gut validiert werden.

Mehr von der Lehrveranstaltung und den Flugwettbewerben ist in dem hier und auf der Modul-Homepage veröffentlichten Kurzfilm zu sehen.

ELRT wird im Rahmen des Hochschulpakts III durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt. Weitere Informationen finden Sie hier

Weitere Informationen:

Dipl.-Ing. Julius Dahms

Institut für Luft- und Raumfahrt

Fachgebiet Luftfahrzeugbau und Leichtbau

Tel: +49 (0)30 / 314 23 780

 

 

Navigation

Direktzugang

Schnellnavigation zur Seite über Nummerneingabe