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TU Berlin

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Prof. Dr.-Ing. Klaus Federn verstorben

Prof. Dr.-Ing. Klaus Federn
Lupe

Am 26. Juni 2014 verstarb im hohen Alter von 103 Jahren Prof. Dr.-Ing. Klaus Federn. Er war in den Jahren von 1963 bis 1979 Leiter des Lehrstuhls für Maschinenelemente, aus dem er das spätere Institut für Konstruktionslehre und Maschinenelemente entwickelte. Prof. Federns Forschungsschwerpunkte waren die dynamischen Prüfmaschinen und Maschinenprüfverfahren. Neben seinen Aufgaben in Lehre und Forschung übernahm er in seiner Zeit an der TU Berlin für einige Jahre den Vorsitz der Abteilung Maschinenbau der Fakultät Maschinenwesen und anschließend die Leitung des Dekanats der Fakultät.

Prof. Federn war ein national und international renommierter Wissenschaftler, der über 50 Patente anmeldete und unzählige wissenschaftliche Veröffentlichungen verfasste. Seine ehrenamtlichen Tätigkeiten in Normenausschüssen des DIN, in technischen Ausschüssen des VDI, dem Auswahlausschuss der Studienstiftung des deutschen Volkes, als Gutachter für die AIF und die DFG, pflegte Prof. Federn noch bis weit in die 1980er Jahre. Er erhielt in seiner Laufbahn viele renommierte Ehrungen, so das Ehrenzeichen des VDI (gleich zweimal), als erster Nicht-Italiener den Leonardo-da-Vinci Preis, die Grashof-Denkmünze des VDI, die Ehrenmitgliedschaft der TU Berlin und vor allem das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Prof. Federn studierte Maschinenbau an der damaligen TH Darmstadt, war wissenschaftlicher Mitarbeiter bei Prof. August Thum. 1939 promovierte er auf dem Gebiet der Gestaltfestigkeit und Bruchausbildung. Bis zu seiner Ruferteilung an die TU Berlin war Prof. Federn bei der Maschinenfabrik Carl Schenck in Darmstadt tätig. Seine industrielle Karriere bei Schenck begann zunächst als Prüffeld-Ingenieur, dort beschäftigte er sich zum ersten Mal mit der Auswuchttechnik, seinem zentralen Forschungsthema, das ihn sein Leben lang begleitete. Während des 2. Weltkrieges wurde er unter anderem für Dechiffrierungsaufgaben eingesetzt. Noch kurz vor Ende des Krieges wurde Prof. Federn Leiter der Abteilung Prüf- und Auswuchtmaschinen bei Schenck. 1947 habilitierte er auf dem Gebiet der Feinwuchtmaschinen, erlangte die venia legendi für das Fach Technische Mechanik, wurde dann aber von den Briten für ein halbes Jahr in England interniert und baute dort eine Auswuchtmaschinenfertigung auf. Nach seiner Heirat und der Geburt dreier Kinder erhielt Prof. Federn die Gesamtprokura für die Firma Schenck und wurde zwei Jahre später zum außerplanmäßigen Professor an der TH Darmstadt ernannt. Kurze Zeit später im Jahre 1963 folgte er dem Ruf als Ordinarius an die TU Berlin.

Seinen 100. Geburtstag feierte Prof. Federn mit seiner Familie, seinen Freunden, ehemaligen Kollegen und seinen Doktoranden an der TU Berlin im Rahmen eines Festaktes, der allen Beteiligten in sehr schöner Erinnerung blieb. Vor allem deshalb, weil das Ehepaar Federn trotz ihres hohen Alters sich in einer alle begeisternden Höchstform zeigte.

Die Fakultät trauert um einen hoch engagierten und verdienten Wissenschaftler, Hochschullehrer und wunderbaren Menschen. Sie wird Prof. Federn ein ehrendes Andenken bewahren.

 

Der Trauergottesdienst findet am Freitag, 11.07.2014, 9:30 Uhr in der Grunewaldkirche (Bismarckallee 28b, 14193 Berlin) statt. Die anschließende Beisetzung erfolgt im engsten Familien- und Freundeskreis.

Die Familie Federn bittet anstelle zugedachter Blumen und Kränze um eine Spende für die Gesellschaft von Freunden der TU Berlin e. V. bei

Berliner Volksbank
IBAN: DE62 1009 0000 7270 0040 02
BIC: BEVODEBB

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