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TU Berlin

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Start der BMBF-Nachwuchsgruppe zu Fußgänger-Assistenzsystem für ältere Nutzerinnen und Nutzer am IPA

Frau Prof. Dr. Wanka (links) und Frau Dr. Wiczorek (rechts) bei der Auftaktveranstaltung am 15.01.2015 in der Hörsaalruine des Berliner Medizinhistorischen Museums der Charité
Lupe

Die Fakultät gratuliert Frau Dr. Rebecca Wiczorek herzlich zum Start der von ihr eingeworbenen Nachwuchsgruppe „Fußgänger-Assistenzsystem für ältere Nutzerinnen und Nutzer im Straßenverkehr“ (FANS). FANS wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Wettbewerbs „Interdisziplinärer Kompetenzaufbau“ im Forschungsschwerpunkt „Mensch-Technik-Interaktion für den demografischen Wandel“ über einen Zeitraum von 5 Jahren mit 2,49 Mio. € gefördert. Am 15.01.2015 wurden die acht im Wettbewerb erfolgreichen Teams von Frau Prof. Dr. Johanna Wanka, Bundesministerin für Bildung und Forschung, ausgezeichnet und die Forschungsarbeiten zugleich offiziell gestartet.

Ziel von FANS ist die Entwicklung und Evaluation eines Fußgänger-Assistenzsystems zur Verbesserung der Mobilität älterer Menschen im Straßenverkehr unter Berücksichtigung der speziellen Erfordernisse der Nutzer und der Umwelt. In der Gruppe der Fußgänger sind Senioren im Straßenverkehr besonders gefährdet. Die häufigste Ursache für Unfälle älterer Fußgänger ist das Überschreiten der Fahrbahn unter Missachtung des Fahrzeugverkehrs. Ein Assistenzsystem, das ältere Menschen in kritischen Verkehrssituationen unterstützt, indem es ihre Aufmerksamkeit auf die Straße und auf herankommende Fahrzeuge lenkt, hat demnach enormes Potential Unfälle zu verhüten. Während im Automobilbereich in den letzten Jahren eine stetige Entwicklung und Weiterentwicklung von Assistenzsystemen zu verzeichnen ist, gibt es für Fußgänger bislang keine geeigneten technischen Hilfsmittel, die sie bei der Bewältigung des Straßenverkehrs unterstützten könnten.

Zur Realisierung eines problemadäquaten technischen Begleitsystems im Straßenverkehr verfolgt das Projekt FANS einen interdisziplinären und menschzentrierten Forschungs- und Entwicklungsansatz, bei dem der Prozess der Technikgenese ganzheitlich in einen stadtplanerischen und verkehrspolitischen Kontext integriert ist. Zur Entwicklung eines prototypischen Fußgänger-Assistenzsystems wird Grundlagenforschung zu wichtigen Human Factors Aspekten der Mensch-Technik-Interaktion und zu physiologischen und psychologischen Voraussetzungen älterer Menschen mit Anwendungsforschung zu Multi-Sensor-Netzen kombiniert. Unter Berücksichtigung der so gewonnenen Erkenntnisse wird ein Fußgänger-Assistenzsystem auf Basis eines Rollators entwickelt. Das System soll in der Lage sein potentiell gefährliche Situationen (z.B. Straßen) zu detektieren. Ein intelligentes Warnkonzepts soll gewährleiten, dass ältere Nutzer die Informationen verstehen, die ihnen taktil übermittelt werden.

Frau Dr. Wiczorek hat an der TU Berlin die Studiengänge Psychologie (Bachelor) und Human Factors (Master) absolviert. Bereits im Rahmen der Masterarbeit und der Promotion forschte sie zu der Verhaltenswirksamkeit von Warnsystemen. Im DFG-Graduiertenkolleg „prometei“ wurde sie als Stipendiatin gefördert und für ihre Promotion erhielt sie im Jahr 2012 den Chorafas-Preis. Frau Dr. Wiczorek war als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachgebiet Arbeits-, Ingenieur- und Organisationspsychologie von Herrn Prof. Dr. Dietrich Manzey am IPA der Fakultät tätig und forschte bis vor kurzem, gefördert durch die DFG, an der Tel Aviv University in Israel.

Die Fakultät freut sich mit Frau Dr. Wiczorek über die Auszeichnung und wünscht ihr für die Zukunft alles Gute und viel Erfolg!

Nähere Informationen zu den ausgewählten Projekten im Wettbewerb erhalten sie hier.

Weitere Informationen:
Frau Dr. Rebecca Wiczorek
TU Berlin – Fakultät für Verkehrs- und Maschinensysteme
Institut für Psychologie und Arbeitswissenschaften
Sekr. MAR 3-2
Marchstr. 23
10587 Berlin

www.fans.tu-berlin.de

 

 

 

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