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TU Berlin

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Knapp 4 Mio € für Forschungs- und Anwendungszentrum Füge- und Beschichtungstechnik an der Fakultät V

Freitag, 18. Dezember 2009

Forschungs- und Anwendungszentrum für Füge- und Beschichtungstechnik (FORUM)
Lupe
Thermisches Spritzen zur Instandsetzung von Verschleißschutzschichten
Lupe

Ende November 2009 bewilligte die Berliner Senatsverwaltung für Bildung, Wissenschaft und Forschung einen Zuschuss von 3,88 Mio € für den Aufbau eines Forschungs- und Anwendungszentrums für Füge- und Beschichtungstechnik (FORUM) an der TU Berlin.

Das FORUM mit einem Projektvolumen von 7,77 Mio € wird von Prof. Dr.-Ing. habil. J. Wilden, Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb, Fachgebiet Füge- und Beschichtungstechnik, und Prof. Dr. rer. nat. W. Müller, Institut für Mechanik, Fachgebiet Kontinuumsmechanik und Materialtheorie, geleitet und verfolgt neben der Entwicklung und Optimierung bestehender Füge- und Beschichtungstechnologien und Werkstoffe vor allem die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen in der Region Berlin-Brandenburg bei allen hiermit verbundenen Fragen.

Füge- und Beschichtungstechniken sind Querschnittstechnologien und bilden den Schlüssel für die Herstellung von Produkten im Anlagen- und Apparatebau, im Energie- und Photovoltaikanlagenbau sowie in der Mikroelektronik, Mikrosystemtechnik und Medizintechnik. In Berlin sind mehr als 100, in Brandenburg mehr als 350 Unternehmen, für die Schweißtechnik zertifiziert; über 50 Unternehmen beschäftigen sich mit optischen Technologien, insbesondere der Lasermaterialbearbeitung durch Schweißen, Schneiden und Beschichten. Somit ist die Füge- und Beschichtungstechnik ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für Berlin und die Region. Zur Stärkung und Sicherung der nationalen und internationalen Marktposition dieser Firmen und letztlich zur Sicherung und Schaffung neuer Arbeitsplätze in der Region besteht erheblicher Bedarf an der Einführung innovativer Technologien, mit denen z. B. bis zu 40% an Energie gespart oder die Prozessgeschwindigkeit mehr als verzehnfacht werden können.

Um mittelständischen Firmen Zugang zu derartigen neuen, an der Schwelle zur industriellen Umsetzung stehenden Technologien zu ermöglichen beabsichtigen die beiden Fachgebiete, in enger Kooperation mit Industrie und Wirtschaft das Forschungs- und Anwendungszentrum für Füge- und Beschichtungstechnik aufzubauen, in dem praxisrelevante Fragestellungen bearbeitet werden. Zunächst wird ein Labor aufgebaut, in dem eine breite Palette industriell bereits etablierter und neuer innovativer Fügeverfahren (Laserstrahlquellen, Lichtbogenfügeverfahren) und Beschichtungsprozesse (Thermisches Spritzen, Auftragschweißen u.a.m.) genutzt werden können, ebenso wie anspruchsvolle Charakterisierungsmethoden zur Prozessführung und zu Schicht- und Verbindungseigenschaften. Das Labor bietet damit Unternehmen der Region die Möglichkeit, mit kompetenter fachlicher Unterstützung neue technologische Lösungen zu entwickeln und wissenschaftlich abzusichern, ohne hierfür risikobehaftete Investitionen tätigen zu müssen. In der geplanten Form fördert das Entwicklungs- und Anwendungszentrum den schnellen Technologietransfer von der Forschung in die industrielle Anwendung von kleinen und mittleren Unternehmen und verschafft der Region Berlin-Brandenburg bundesweit ein Alleinstellungsmerkmal.

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